Foto-Impressionen
von zwei Lesungen aus der aktuellen Harz-Anthologie. Mit Texten aus den Bergen und von den Bergen und ihren Bewohnern. Darin meine Kurzgeschichte „Hello, goodbye“.

- Antique-Kaffee in Bad Grund.
Ringer Zechenhaus in Clausthal-Zellerfeld.Lesung_Bad_Grund.htmlLesung_Ringer_Zechenhaus.htmlshapeimage_1_link_0shapeimage_1_link_1
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Zuletzt aktualisiert:  24. 06. 2017


Medial

Die Macht des Faktischen
 
Man stelle sich vor: ein Autor möchte eine etwas andere Geschichte schreiben. Mal nicht einfach nach bewährtem Muster von rosa Liebe, bissigen Monstern oder Chefärzten im Sportwagen (mit beheizten Sitzen). Nein, er will so richtig die Sau rauslassen. Er erwägt eine Art Migranten-Crime-Liebe-Trallala-Story. Er hat An-sprüche und denkt, dass es ja durchaus auch einmal die Politik sein könnte im Hintergrund. Dann müsste er Herzenswelten in einem aktuellen politisch-wirtschaftlich-sozialen Kontext beschreiben. Dennoch vom Schicksal gelenkt, wie ja eigentlich immer im Leben ...

Irgendwann wäre es an der Zeit, über Quellen für die großartige Story nachzudenken: Fernsehen, Zeitschriften, Tageszeitungen, Bü-
Willkommen bei

Kurzgeschichte


Geheimnisvolles Kleid


Außerhalb des Scheinwerferlich-tes glich der dunkle Eichentisch den Umrissen eines verschwom-menen Felsens. Darauf, mit leicht gespreizten Beinen, stand Ute Mischke. Ihr Kopf steckte in einer Schlinge, die zu einem Strick ge-hörte, der von einem Deckenbal-ken herunter hing. Die Lebensmü-de klagte nicht. Da näherte sich aus dem Hintergrund Karl-Heinz Mohrmann, ihr Bühnenpartner. Der Laienschauspieler machte zwei, drei Schritte,      Weiter hier

Veranstaltungen

Im September finden Bundestagswahlen statt. Aus aktuel-lem Anlass hier noch einmal ein schon älterer Beitrag von Fredo Frischer:

Dies und das









Fredo Frischer. Ein Mann aus dem Volk. An der Seite von Frida, sei-ner Ehefrau, nimmt er zu persönlichen, politischen, sozialen und kulturellen Anlässen Stellung. Zwei Zeitgenossen mit gesun-der Lebenserfahrung. Er trägt in der Frühe die Zeitungen aus, Frida ar-beitet in der Schnapsfa-brik ab 4 Uhr morgens als Putzfrau auf 450-Euro-Basis. Fredos Pro-blem: Sie glaubt jedem Fremden, am häufigsten Fernsehmoderatoren, so gut wie alles, ihm am liebsten gar nichts.

Leben eine so rasante Frau abbekom-men? Ich bin sogar stolz auf sie ge-wesen, als sie vor einigen Wochen mit ihren Kolleginnen vom Putztrupp der Schnapsfabrik zur Volkshochschule gegangen ist. Der Kurs, den sie seit-dem besucht, heißt: „Richtig wählen.“ Dass meine Frida auf ihre besten Ta-ge noch zu den ganz Schlauen unter den Wählern gehören möchte … Wer hätte das gedacht? Ich würde mich zu so einem Stress ganz gewiss nicht an-melden tun.


Na ja, warum sollte ich auch? Ich bin ja  von  Natur  aus  schlau. Ich  würde

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Fredo und Frida

Kunst


Linolschnitt, 30 x 40


Titel: Raumteiler,

von Kathrin Sachs.


Wie ich finde, ein geniales Werk: Unser Planet, Menschen, ihnen zu Füßen ihre Herkunft: das Wasser, der Beginn allen Lebens, zum Ausdruck gebracht durch einen Fisch.


Die Menschen ringen um ihren Anteil an dem Planeten: mehr Luft, mehr Bewegungsfreiheit, mehr „Mensch sein“. Wirklich?

Wissen    Was ist eigentlich Satire?

Der lyrische Garten

So wie wohl sämtliche Gäste (um die 200) sage auch ich danke bei Renate Maria Riehemann für diese großartige Veranstaltung, die ja nicht zuletzt eine einzig-artige Lyrik-Schau gewesen ist.














Ich habe die Gäste nicht gezählt, aber es war ein Kommen und Ver-weilen, ganz sicher kein Kommen und Gehen. Ca. 20 Lesungen in der Villa und im Garten, dazu die zahl-losen Gespräche und Nachfragen, die kleinen privaten Vorträge der Autoren an den Tischen im Garten. Überfüllung herrschte beim Zusam-menspiel der Tänze einer Ballett-schule und der Sonetts von Renate Maria Riehemann. Ob beim musika-lischen, lyrischen Liebesgeflüster auf der Wiese oder während der infor-mativen Führungen durch die Villa, all das hat den Anklang der som-merlichen Sonntagsgäste gefunden. Im Nachklang hier einige Fotos.

Mehr Infos über das Osteroder Ly-rik-Event zunächst im Eseltreiber.












Weitere Fotos:

Immer mal wieder stellt sich in der kritischen Diskussion die Frage, wodurch sich eigentlich Satire definiert. Für alle Interes-sierten hier nun eine Reihe von Thesen. Aufgeschrieben in den 80er Jahren. Anlass: Hauptse-minar „Annäherung an das Ko-mische im Film“ im Fachbe-Neuere Deutsche Literatur an der Universität Hamburg):


Der Autor greift einzelne, ihm be-sonders wichtig erscheinende Zü-ge der Wirklichkeit heraus und hebt sie durch Übertreibung her-vor.

Grundlage der satirischen Dar-stellung ist eine Haltung des An-griffs, der scharfen Kritik gegen-über dem Gegenstand der Darstel-lung, eine Haltung, die bis zum Hass gehen kann.


Die Kritik des mit satirischen Mitteln Dargestellten wird nicht ex-plizit ausformuliert, sondern indi-rekt gestaltet und bedarf einer in-terpretierenden Denkleistung des Lesers.


Die Satire gibt den dargestellten Gegenstand der Lächerlichkeit preis und erniedrigt ihn auf diese Weise.           

Also, liebe Leute, eigentlich täte ich ja auf Frida stolz sein können. Doch leider ist mal wieder alles gaaanz, ganz anders gekommen, als ich gedachte habe. Stolz bin ich ja sowieso auf meine Frida. Denn wer hat schon in seinem
Visionen    Patenschaften für Afrika                 2014

Alle reden von Pegida. Alle machen sich Sorgen. Die einen um unsere Identität, um unsere Kultur, die anderen um die Un-versehrtheit von Flüchtlingen und Asylanten. Die einen fürchten um Freiheitsrechte, Wirtschaftskraft, soziale Sicherung wegen der Zuwanderung - die anderen hoffen gerade auf die Zuwanderung, um Freiheitsrechte, Wirtschaftskraft und soziale Sicherung dauerhaft zu gewährleisten. Die einen sorgen sich wegen einer verfehlten, ungesteuerten Einwanderung, die anderen wegen der Verhinderung einer ungesteuerten Einwanderung. Die einen betrachten sich als weitsichti-ge, kritische, geschichtsbewusste Bewahrer, die anderen als zukunftsorientierte, bessere Menschen.

Über all dies kann man diskutieren und streiten. Doch wird - genau ge-nommen - eigentlich nur wenig ge-stritten. Die einen beharren auf ih-ren Analysen und Positionen, die anderen vertrauen eher ihren Emo-tionen, die sie bevorzugt als ge-mütsgesteuerte Sinnsprüche, als Verherrlichungen oder Beschwö-rungen des Verderbens und ge-genseitiger Beschimpfungen zum Ausdruck bringen.


Ich, Rüdiger Aboreas, bin der Auf-fassung, dass unbedingt gestritten werden muss. Denn Meinungsfrei-heit ist ein hohes Gut.  Sonst wird

eines Tages wirklich allein die Meinung der Herrschenden gelten.


Wo immer man sich in dieser Gemengelage auch positionieren mag, eines ist klar: es geht um die Einwanderung. Und der Auf-schrei in CDU, SPD, Grüne, Lin-ke, in den allermeisten Medien und Nicht-Regierungsorganisati-onen weist auf die Brisanz die-ses Themas hin. Es wird uns wohl über die nächsten Jahr-zehnte an vordringlicher Stelle beschäftigen.

So wie es an meiner Wand hängt. Mächtig stolz.

Richtig wählen

über seine Kindheit, seine Nazi-Erlebnisse, seine Erkenntnisse, warnt vor den ungeheuerlichen Verbrechen der Nazis. Und genau dies tut er auch in seinem Buch. Akribisch. Aus der Perspektive eines Kindes (er selbst), über das  das Hitlerregime gekommen ist wie ein zunächst gar nicht so übel schmeckender Nebel, in dem es sich recht gut einrichten ließ. Anfangs!! Ich habe mir vorgenom-men,  demnächst eine Rezension über „Heile, heile Hitler“ zu verfassen.

An dieser Stelle möchte ich nur feststellen, dass mit der Lektüre des Buches für mich endlich, wenn auch nur „ziemlich“ klar geworden ist, dass meine Oma wohl doch nicht ge-schwindelt hat in ihren spärlichen Berichten über ihre Zeit als Fisch-verkäuferin in Hannover während des Weltkrieges. Sie hat nämlich immer wieder beteuert, von den Konzen-trationslagern nichts Wirkliches gewusst zu haben. Was ich ihr später als junger Erwachsener mit klarem Kurs in die linkspolitische Aktivi-stenwelt nicht mehr geglaubt habe. Allerdings, so Oma, sei es schon vorgekommen, dass man über die Ladentheke geflüstert habe, was den Juden angetan werde. Mit dem Satz „Wenn das der Führer wüsste“ seien sich dann aber alle im Laden stets einig gewesen, dass Adolf Hitler

Privat  -  Aha-Erlebnis


Wenn das der Führer wüsste


Bin gerade dabei, das Buch „Heile, heile Hitler“ von Claus Günther zu lesen. Ein Hamburger Antifaschist, der wahrlich weiß, wovon er spricht. Claus Günther, der in-zwischen auf die 90 zugeht, tritt seit über 20 Jahren als Zeitzeuge auf, besucht Schulen, Institutionen und Jugendgruppen und berichtet