Foto-Impressionen

von zwei Lesungen aus der aktuellen Harz-Anthologie. Mit Texten aus den Bergen und von den Bergen und ihren Bewohnern. Darin meine Kurzgeschichte „Hello, goodbye“.

- Antique-Kaffee in Bad Grund.
Ringer Zechenhaus in Clausthal-Zellerfeld.Lesung_Bad_Grund.htmlLesung_Ringer_Zechenhaus.htmlshapeimage_1_link_0shapeimage_1_link_1

Kurzgeschichte


Geheimnisvolles Kleid


Außerhalb des Scheinwerferlich-tes glich der dunkle Eichentisch den Umrissen eines verschwom-menen Felsens. Darauf, mit leicht gespreizten Beinen, stand Ute Mischke. Ihr Kopf steckte in einer Schlinge, die zu einem Strick ge-hörte, der von einem Deckenbal-ken herunter hing. Die Lebensmü-de klagte nicht. Da näherte sich aus dem Hintergrund Karl-Heinz Mohrmann, ihr Bühnenpartner. Der Laienschauspieler machte zwei, drei Schritte,      Weiter hier

Dies und das

Kunst


Linolschnitt, 30 x 40


Titel: Raumteiler,

von Kathrin Sachs.


Wie ich finde, ein geniales Werk: Unser Planet, Menschen, ihnen zu Füßen ihre Herkunft: das Wasser, der Beginn allen Lebens, zum Ausdruck gebracht durch einen Fisch.


Die Menschen ringen um ihren Anteil an dem Planeten: mehr Luft, mehr Bewegungsfreiheit, mehr „Mensch sein“. Wirklich?

Wissen    Was ist eigentlich Satire?

Immer mal wieder stellt sich in der kritischen Diskussion die Frage, wodurch sich eigentlich Satire definiert. Für alle Interes-sierten hier nun eine Reihe von Thesen. Aufgeschrieben in den 80er Jahren. Anlass: Hauptse-minar „Annäherung an das Ko-mische im Film“ im Fachbe-Neuere Deutsche Literatur an der Universität Hamburg):



Der Autor greift einzelne, ihm be-sonders wichtig erscheinende Zü-ge der Wirklichkeit heraus und hebt sie durch Übertreibung her-vor.

Grundlage der satirischen Dar-stellung ist eine Haltung des An-griffs, der scharfen Kritik gegen-über dem Gegenstand der Darstel-lung, eine Haltung, die bis zum Hass gehen kann.


Die Kritik des mit satirischen Mitteln Dargestellten wird nicht explizit ausformuliert, sondern indirekt gestaltet und bedarf einer interpretierenden Denkleistung des Lesers.


Die Satire gibt den dargestellten Gegenstand der Lächerlichkeit preis und erniedrigt ihn auf diese Weise.           

Visionen    Patenschaften für Afrika                 2014

Alle reden von Pegida. Alle machen sich Sorgen. Die einen um unsere Identität, um unsere Kultur, die anderen um die Un-versehrtheit von Flüchtlingen und Asylanten. Die einen fürchten um Freiheitsrechte, Wirtschaftskraft, soziale Sicherung wegen der Zuwanderung - die anderen hoffen gerade auf die Zuwanderung, um Freiheitsrechte, Wirtschaftskraft und soziale Sicherung dauerhaft zu gewährleisten. Die einen sorgen sich wegen einer verfehlten, ungesteuerten Einwanderung, die anderen wegen der Verhinderung einer ungesteuerten Einwanderung. Die einen betrachten sich als weitsichti-ge, kritische, geschichtsbewusste Bewahrer, die anderen als zukunftsorientierte, bessere Menschen.

Über all dies kann man diskutieren und streiten. Doch wird - genau ge-nommen - eigentlich nur wenig ge-stritten. Die einen beharren auf ih-ren Analysen und Positionen, die anderen vertrauen eher ihren Emo-tionen, die sie bevorzugt als ge-mütsgesteuerte Sinnsprüche, als Verherrlichungen oder Beschwö-rungen des Verderbens und ge-genseitiger Beschimpfungen zum Ausdruck bringen.


Ich, Rüdiger Aboreas, bin der Auf-fassung, dass unbedingt gestritten werden muss. Denn Meinungsfrei-heit ist ein hohes Gut.  Sonst wird

eines Tages wirklich allein die Meinung der Herrschenden gelten.


Wo immer man sich in dieser Gemengelage auch positionieren mag, eines ist klar: es geht um die Einwanderung. Und der Auf-schrei in CDU, SPD, Grüne, Lin-ke, in den allermeisten Medien und Nicht-Regierungsorganisati-onen weist auf die Brisanz die-ses Themas hin. Es wird uns wohl über die nächsten Jahr-zehnte an vordringlicher Stelle beschäftigen.

So wie es an meiner Wand hängt. Mächtig stolz.

Such auf den Ort,

wo Worte sich erheben -


mit Flügeln aus Ideen, den Erden-Tag

    
von oben zu bespiegeln,

so wie das Leben


es im Stadtgedränge

nicht vermag.


Hier formen Worte einen

lichten Stern,

    
in dessen Glanz

Durchdringung sich entfaltet.


So werden Fragen

nach des Pudels Kern


nicht nur gezählt,

gewogen und verwaltet.


Oft werden Wege ausprobiert sowie


auch Ziele immer wieder neu erfunden.


Die Neugier treibt voran,

doch kaum bis nie-


mals wandelt sie

auf ausgelatschten Runden.


Wo Zeichenfolgen sich zum Satz verbinden,


getrieben von der Laune, eins zu sein,


wo Sinn und Kunst im Drama sich erfinden,


regiert die Geisteslust, da trete ein.

               Rüdiger Aboreas (2011 2018)

Dichterlesung
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    ... aboreas ...  im Harz
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Zuletzt aktualisiert:  21. Mai 2019

Autoren IM TAKT, Musiker.

Brandy Schuster singt,

Jana Stolberg liest.

Mehr InfoHeimat,_Liebe,_Flucht_und_Fremde.htmlshapeimage_17_link_0
Im Oberharzer Bergwerksmuseum
Lesung:  Erste  Fotos Buchvorstellung,_Lesungen.htmlshapeimage_19_link_0

Buchvorstellung / Lesung:  Bad Grund (Harz) und Hamburg (Dulsberg) 2019    FOTOS  !    


Siehe hier.
 Buchvorstellung,_Lesungen.htmlBuchvorstellung,_Lesungen.htmlBuchvorstellung,_Lesungen.htmlBuchvorstellung,_Lesungen.htmlshapeimage_20_link_0shapeimage_20_link_1shapeimage_20_link_2
Achtung!! 12.4.,19 Uhr. Lesung: Harz-Anthologie „Und wenn im Harz die Bratkartoffeln blühen“ (Renate. M. Rie-hemann) im Ringer Zechenhaus / Clausthal-Zellerfeld.
 
Harzer Autoren lesen in Hamburg:
Der Blocksberg lässt grüßen

Buchkritik

Eine kurze Zeit

fürs „ganze“ Leben


Warum nur erinnert mich dieses durchaus poetische Buch, dessen Lektüre die Sicht auf ein kurzes Stück regionales Leben lenkt, an das allgegenwärtige, schnöde, ganz unpoetische Leben?

Eine rhetorisch Frage, gewiss. Aber die Beantwortung macht Wolfgang Gogolins Buch „Leben mal sieben“ gerade aus.


Es wird von drei Pfeilern getragen:  (1) Ein Städtchen, in dem die alte Ordnung partiell bedroht ist. Der Leser trifft allerdings auf soziale Strukturen, die sicher ebenso in der Lüneburger Heide oder im Frankenland anzutreffen sind.  (2) Es treten Menschen auf, die zwar bemerken, was um sie herum geschieht, die sich aber im Wesentlichen mit ihren ganz persönlichen Lebensumständen beschäftigen.  (3) Ein Kater mit sieben Leben, der sich jedes Mal bewusst ist, wenn er von einem Leben in das nächste stürzt, der aber stets vor allem eines hat: Hunger. Im Grunde eine Karikatur der menschlichen Protagonisten, die sich ja auch am liebsten mit dem Nächstliegenden befassen. Insofern ist Merlin im übertragenen Sinn selbst

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