Alle reden von Pegida. Alle machen sich Sorgen. Die einen um unsere Identität, um unsere Kultur, die anderen um die Unversehrtheit von Flüchtlingen und Asylanten. Die einen fürchten um Freiheitsrechte, Wirtschaftskraft, soziale Sicherung wegen der Zuwanderung - die anderen hoffen gerade auf die Zuwanderung, um Freiheitsrechte, Wirtschaftskraft und soziale Sicherung dauerhaft zu gewährleisten. Die einen sorgen sich wegen einer verfehlten, ungesteuerten Einwanderung, die anderen wegen der Verhinderung einer ungesteuerten Einwanderung. Die einen betrachten sich als weitsichtige, kritische, geschichtsbewusste Bewahrer, die anderen als zukunftsorientierte, bessere Menschen.


Über all dies kann man diskutieren und streiten. Doch wird - genau genommen - eigentlich nur wenig gestritten. Die einen beharren auf ihren Analysen und Positionen, die anderen vertrauen eher ihren Emotionen, die sie bevorzugt als gemütsgesteuerte Sinnsprüche, als Verherrlichungen oder Beschwörungen des Verderbens und gegenseitiger Beschimpfungen zum Ausdruck bringen.


Ich, Rüdiger Aboreas, bin der Auffassung, dass unbedingt gestritten werden muss. Denn Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut. Sonst wird eines Tages wirklich allein die Meinung der Herrschenden gelten.


Wo immer man sich in dieser Gemengelage auch positionieren mag, eines ist klar: es geht um die Einwanderung. Und der Aufschrei in CDU, SPD, Grüne, Linke, in den allermeisten Medien und Nicht-Regierungsorganisationen weist auf die Brisanz dieses Themas hin. Es wird uns wohl über die nächsten Jahrzehnte an vordringlicher Stelle beschäftigen.


Ich gehöre zu den Hochschulabsolventen, die nicht selten als „unnütze, verschwurbelte“ Sozialwissenschaftler heruntergemacht werden. Aber gerade weil ich diesen Spezies zugehöre, habe ich mir im Laufe der Jahre eine gewissen Fähigkeit aneignen können, soziale Erscheinungen strukturell und inhaltsanalytisch zu erfassen. Und wenn ich mir die Pegida-Diskussion


vornehme, fällt sogleich auf, dass bestimmte Aspekte in der herrschenden Öffentlichkeit ausgeklammert werden: nämlich die nach der Anzahl der (insbesondere moslemischen) Zuwanderer, die ein Land wie die BRD überhaupt aufzunehmen in der Lage wäre ohne „Schaden“ zu nehmen für das Volk.


Die Brisanz steigt, wenn man weiß, dass allein die afrikanische Bevölkerung sich noch in diesem Jahrhundert vervierfachen wird. Ein Bezug findet sich weit überwiegend allein in indirekten Aussagen, die stets dahingehend lauten: kein Mensch ist illegal; wer es

Alle reden von PEGIDA - ich auch - und wünsche mir von den europäischen Kulturnationen

Patenschaften für Afrika                                           Frühjahr 2014

schafft, soll auch bleiben dürfen; Bleiberecht für alle; wir müssen die Einwanderer schon in deren Heimatland abholen und dergleichen mehr. Andere wollen in den Heimatländern der potentiellen Zuwanderer Lager errichten, um den Aspiranten die Möglichkeit einzuräumen, ihren Asylantrag vor Ort zu stellen. Und wenn er vor Ort abgelehnt würde? Als wenn das die von irgendeiner Not geplagten Menschen davon abhalten könnte, auch weiterhin den Weg über das Mittelmeer oder über sonstige Einsickerungsrouten zu suchen.


Die einzige (alternativlose!) Lösung kann doch nur in der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung der Herkunftsländer liegen. Das weiß jeder, wird aber in den Hintergrund gedrängt. Vage wird gelegentlich auf die Entwicklungshilfe hingewiesen. Dass die in der jetzigen Form untauglich ist, hört man bestenfalls gesäuselt. Warum eigentlich?


Also: Wie könnte eine Hilfe vor Ort aussehen? Sie müsste kraftvoll und langfristig mit konsequent angewandten Regeln erfolgen. Vor allem aber in Übereinstimmung mit unserem Volk, das die Anstrengung ja zu wuppen hätte. Am sinnvollsten wäre es, wenn die entwickelten europäischen Staaten mit bereitwilligen afrikanischen Staaten Patenschaftsverträge abschließen würden. Darin enthalten: wirtschaftliche Kooperationsverträge, Bildung, Ausbildung, Infrastruktur, Politik; mittelfristig bis hin zu Liberté, Égalité, Fraternité. So könnte man an unseren Universitäten Quoten schaffen für Angehörige des Partnerlandes. Selbstverständlich müssten die Absolventen sich verpflichten, zurückzukehren ins Heimatland und zwar ohne Ausnahme. Verrentete Handwerksmeister, Spezialisten jeder Art könnten vor Ort Aufbauarbeit leisten. Und dann noch die psychologische Aufbruchstimmung, die in den teilnehmenden Länder neue Zuversicht erzeugen würde. Und, und, und ... Die vielen Details wären meines Erachtens problemlos auf die jeweiligen Gegebenheiten abzustimmen.


Diese „schöne Show“ über vielleicht 20 Jahre würde zwar eine lange Stange Geld kosten, würde sich aber ganz sicher lohnen für alle Seiten. Und vor allem: Wir blieben wir und die für die Menschheit so kostbare freiheitliche Ordnung mit den in Jahrhunderten erkämpften Errungenschaften wie Gleichberechtigung, Minderheitenschutz usw. bliebe erhalten.   


Ich weiß, Kritik wird nicht lange auf sich warten lassen: neuer Kolonialismus, verkappter Imperialismus usw. Quatsch mit Soße. Na ja, zugegeben, mit dem derzeitigen politischen Personal ...

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